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Emotionale Bezüge nutzen

3. Mai 2012

In letzter Zeit war ich stellenweise extrem frustriert, weil sich meine Leute aus dem Anfängerkurs manche Buchstaben einfach nicht merken können. Und ich fragte mich, warum sich gewisse Worte und Buchstaben so leicht einprägen und andere so gar nicht (auch nicht mit Fingerzeichen- leider!)?

Zum Teil liegt es sicher daran, dass nur eine gewisse Aufnahmekapazität vorhanden ist, und manche Informationen einfach  „zu spät“ kommen und kein Platz mehr für sie da ist nach dem Motto „Was zuerst kommt, sitzt zuerst“.

Dann lassen sich Vokale besser merken als Konsonanten, weil sie klingen.

Schließlich habe ich aber auch festgestellt, dass Worte und Buchstaben eher hängen bleiben, wenn es einen emotionalen Bezug zu ihnen gibt: die Buchstaben des eigenen Namens sind eher bekannt, Familienwörter wie Mama, Papa, Oma etc. sind emotional besetzt und dazu noch einfach von der Struktur her. Aber auch Tier- Wörter haben einen hohen Wiedererkennungswert.

Ich will jetzt bei diesem Kurs mal versuchen, ob ich mir das zunutze machen kann, ob ich noch andere emotional besetzte Wörter finde, und ob wir dann vielleicht vom Ganzwort zum Buchstaben kommen können. Bei den Namen gibt es da schon ein paar hoffnungsvolle Ansätze.

Dropbox

7. Februar 2012

Der Onlinespeicher Dropbox ist eins meiner liebsten Vorbereitungsmittel.

Ich habe es sowohl zuhause auf meinem PC als auch auf meinem Netbook und Handy installiert.

Arbeitsblätter, die ich zuhause erstelle oder aus dem Netz lade, speichere ich immer in der Dropbox. Dann geh ich kurz mit dem Netbook ins Netz und binnen Sekunden ist alles synchronisiert.

Auf der Arbeit habe ich kein Internet, aber alles liegt nun auf dem Netbook bereit und  kann je nach Bedarf ausgedruckt werden. 

Die für diese Zwecke völlig ausreichende Basisversion ist kostenlos. Hier kann man sich registrieren.

Fingerzeichenmethode – was hat sie uns gebracht?

14. Juni 2011

Nach fast anderthalb Jahren Versuchsphase in der Anfängergruppe ist vielleicht die Zeit für eine Zwischenbilanz gekommen, auch wenn wir immer noch nicht alle Buchstaben durch haben.

Für diese Zwischenbilanz muss man natürlich unsere besondere Situation berücksichtigen: Wir haben, wenn´s hoch kommt, einmal pro Woche Unterricht. Wenn man die Feiertage abzieht, die auf einen Donnerstag fallen, meinen Urlaub, die Urlaube der Teilnehmer, die bei manchen häufigen Krankheitszeiten…….dann landen wir vielleicht pro Person auf 30 – 40 Unterrichtsstunden im Jahr.

Trotzdem kann ich feststellen: Rita hat eindeutig davon profitiert. Sie kann sich jetzt Buchstaben merken, die vorher in jahrelangem Unterricht einfach nicht in ihrem Kopf hängenblieben. Dazu muss man sagen: Sie liebt die Fingerzeichen, hat einfach Spaß daran, und das Zusammenschleifen fällt ihr damit eindeutig leichter.

Ursula, die ja noch nicht so lange dabei ist, kann sich leider meistens nur die Fingerzeichen und die Buchstabenform dazu merken, sie erinnert sich aber nicht, wie sie lauten. Deshalb kommen wir nicht voran. Es hängt und hakt. Ich kann mir vorstellen, dass ein häufigerer Unterricht bessere Erfolge bringen könnte – sie hat einfach bis zum nächsten Mal alles vergessen. Ich bringe sie auch sehr schwer dazu, nicht mich anzusehen, sondern die Buchstaben……

Karsten braucht die Methode nicht, er kennt die Buchstaben schon, und für Lukas, der weder sprechen noch die Zeichen selbst machen kann, sind sie auch überflüssig oder vielleicht eine zusätzliche Hürde.

Fazit: ein Teilerfolg, aber etwas Besseres fällt mir bis jetzt auch nicht ein.

Das A.B.C.-Projekt

13. Januar 2011

Auf der Seite des ABC-Projekts (Alphabetisierung – Beratung – Chancen), einem Forschungsvorhaben bezüglich der Alphabetisierung Erwachsener, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, habe ich ein hilfreiches Formular zur Lernstandsbeschreibung der Kursteilnehmer gefunden, das für die Einschätzung der vorhandenen Fähigkeiten und die Verfolgung des Lernfortschritts sehr nützlich ist. Auch eine entsprechende Handreichung wird zum Download angeboten neben einigen anderen nützlichen Dingen..

Der Pictoselector

17. September 2010

ist ein wunderbares Programm, das nichts kostet und hier zum Download steht. Damit mache ich meine Arbeitsblätter doppelt so schnell, von Bildkärtchen für Spiele ganz zu schweigen. Das Beste ist: Ich muss mir keinen Kopf mehr über Rechte an den Pictogrammen machen, alles ist völlig frei nutzbar. Ein dickes Lob an Martijn van der Kooij, der diese Anwendung geschrieben hat und frei zur Verfügung stellt!

Linkliste „Material finden“ ergänzt

25. Juli 2010

Die Linkliste „Material finden“ hat ein Update erfahren.

Viele gute Übungen habe ich heute unter anderem im „Schreiblernbuch“ von Wikibooks gefunden, eigentlich gedacht für das Üben mit zweisprachigen Kindern im Ausland im Hausunterricht. Vieles ist aber auch anderweitig brauchbar.

Lernspielzeug für den Fun-Faktor

8. Mai 2010

Ich habe entdeckt, dass sich billige Vlies-Putzlappen (im Mehrfachpack bei jedem Drogeriemarkt erhältlich) super vernähen lassen. Wenn man sich Buchstabenschablonen macht, kann man sich  die Buchstaben direkt auf das Putztuch zeichnen, großzügig ausschneiden und auf der angezeichneten Linie mit Zickzackstich auf einen Stoffrest aufnähen. Anschließend schneidet man außerhalb der Kontur alles Überstehende mit einer Schere weg. So habe ich Mini-Kisschen genäht und mit irgendwelchen Stoffresten gefüllt. Hier sind alle Buchstaben, die wir im Anfängerkurs  bis jetzt durchgenommen haben – grün für Selbstlaute, rosa für Mitlaute. Und nun ALIM0569machen wir “Kissenschlacht“: wen´s trifft, der muss den Buchstaben mit Fingerzeichen sagen. Dann darf jeder einem anderen ein grünes ALIM0570und ein rosa Kissen zuwerfen, und der Empfänger muss sie nebeneinanderlegen und lesen. Das hat den Teilnehmern Spaß gemacht und bringt Variation ins Üben.

Im Fortgeschrittenkurs nehmen wir zur Zeit das Wortfeld Jahreszeiten und Kalender durch. Dafür habe ich einen JahALIM0573reskreis genäht – wiederum aus 2 Putzlappen. Die Trennlinien  zwischen den Monaten habe ich in verschieden Farben  – je nach Jahreszeit – mit Zickzackstich abgenäht. (Beim Anzeichnen habe ich mir mit einem Haushaltsgerät geholfen, das man zum Tortenverzieren benutzt und das 12 Aussparungen für die Tortenstücke hat.)

Die Klettseite von aufklebbarem Klettband hält super auf dem Vlies. Die Teilnehmer haben die laminierten

ALIM0568 Kärtchen, die hinten mit Klettband versehen sind, auf den Jahreskreis sortiert und dann die Feste im Jahr und ihre Geburtstage in einem Kalender gesucht. Anschließend wurden Arbeitsblätter mit Fragen beantwortet.

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